Session Persönliche Bildungsprozesse mit Web 2.0 Unterstützung

Im Rahmen des EduCamps habe ich eine Session zum Thema „Persönliche Bildungsprozesse mit Web 2.0 Unterstützung“ angeboten. Ursprünglich wäre ich gerne etwas mehr auf informelles Lernen und brauchbare Tools für den persönlichen Einsatz eingegangen. Die vorangegangene Verwirrung und Orientierung welche Sessions man besuchen möchte hat dazu geführt, dass wir erst verspätet beginnen konnten.
Nach einer kurzen Vorstellungsrunde der ca. 12 Teilnehmer hatten wir folgende Themen für die kommenden ca. 30 Minuten herauskristallisiert:

  • Informationsflut
  • Beziehungen zwischen Tags
  • Knowledge sharing


Wir haben uns als erstes mit dem Thema Knowledge sharing beschäftigt. Die frage war, ob es wirklich hilfreich ist seine eigenen Lernerfahrungen und Lerninhalte im Internet mit anderen zu teilen. Einfache instruktionale Inhalte scheinen primär keinen sinnvollen Inhalt für z.B. Lerntagebücher zu sein. Ich behaupte, dass durch persönliche Anmerkungen oder Hervorhebungen auch für diese Art Inhalt ein Lerntagebuch sinnvoll ist. Für Inhalte die sich noch im Entwicklungsstadium befinden oder anderweitig von Hinweisen anderer profitieren. Ich finde es aber auch wichtig nicht nur auf die Hilfe von aussen zu warten, sondern ggf. die eigenen Veröffentlichungen als Hilfe für andere zu verstehen.

Der zweite Punkt mit dem wir uns beschäftigt haben war das Thema Informationsflut und die Frage wie man damit sinnvoll umgeht. Meine erste Antwort auf diese Frage waren immer RSS-Feeds. Doch in dieser Runde wurde es etwas differenzierter. Es ging eher darum durch welche Strategien man die eingehenden Mails, RSS-Feeds, Twitternachrichten usw. kanalisiert, priorisiert oder am besten im Falle mäßiger Relevanz gar nicht erst erreicht.
Ein Vorschlag war Inhalte/Beiträge durch Ratings zu gewichten, ein Gegenargument war, dass man auf diesem Wege auch nicht auf neue Inhalte stossen würde. Rivva und Stumbleupon fallen mir jetzt beim Schreiben gerade dazu ein.
Ich halte die Basics von GTD eher für eine Möglichkeit. cerv.us vertrat die These (woher kam die noch mal?) dass eine Nachricht die für mich wichtig ist mich in jedem Fall erreicht, wenn mein (soziales) Netzwerk sich mit ähnlichen Themen beschäftigt. D.h. wenn eine Nachricht wichtig genug ist setzt sie sich durch/ erreicht mich. Eine spontane Assoziation hierzu ist die for:username Funktion bei del.icio.us mit der man anderen Usern Links empfehlen kann.
Interessant fand ich die Lösung von Thomas der eine Lösung zur bewältigung von Supportmails im Team berichtete. Dort werden Antwortmails nicht ein AW: oder ein Re: vorangestellt, sondern Tags wie z.B. Done:. Klingt interessant, zeigt aber auch eine Gesamttendenz der Diskussionen. Es ging sehr in Richtung Corporate was ich persönlich und für einige Teilnehmer auch ein bisschen schade fand. Ich wollte jedoch auch keine zu starke Lenkung übernehmen und habe deshalb eher das persönliche Gespräch mit einzelnen Teilnehmern gesucht.

Mein Plan für die nächste Session die ich „Leiten werde“:
Klare Präsentation der Session, damit sich niemand versehentlich dorthin verläuft.
Kurzer (visualisierter) Startinput
Hoffen das es läuft 😉

Gibt es Reaktionen von den Teilnehmern?

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Samstag, April 19th, 2008 Mitgeschrieben Link twittern

1 Kommentar to Session Persönliche Bildungsprozesse mit Web 2.0 Unterstützung

  1. Hallo, mir ist diese erste Session auch noch in sehr guter Erinnerung. Sie war leider die einzige Session, bei der wir die Tische verrückt und uns in einen Kreis gesetzt haben. Das war für die Erzeugung eines freien Diskussionsklimas sehr dienlich. Die anderen Sessions waren mir persönlich ein wenig zu seminarartig, liegt aber wahrscheinlich am Uni-Umfeld.
    Also: coole session, coole Diskussionen, leider viel zu wenig Zeit! Für das nächste BarCamp genauso wieder machen.
    Vielleicht noch ein Tipp zur klaren Präsentation. Die Präsentation war eigentlich schon klar, nur nach all den Präsentationen findet man die, zu der man eigentlich wollte, auf der Zettelwand nicht mehr wieder. Daher mein Vorschlag: Gib deiner Session schon bei der Vorstellung einen kurzen, einprägsamen Namen und verwende ihn auch auf dem Terminkalender.

    Grüße aus Hamburg, Matthias (der off-topic-geher 😉 )

  2. mbuzz on April 20th, 2008

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    Vielen Dank für 291 Kommentare auf
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Alex & Ralf

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