Manifest für Schule 2.0
Über das Blog von Andreas Kalt bin ich auf die Präsentation “Manifest für Schule 2.0“ von Wolfgang Weicht aufmerksam geworden. Die ich an dieser Stelle unbedingt empfehlen möchte. Sehr gut hat mir auch der einleitende Satz von Hartmut von Hentig gefallen:
“Der Computer wird die Schule und ihren Auftrag verändern, gleich ob sie sich auf ihn einlässt oder nicht. Sie wird sich vermutlich um so mehr ändern, je weniger sie sich mit ihm befasst.”1
Manifest für Schule 2.0 (V1.4)
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- von Hentig, Hartmut (1993), Die Schule neu denken, München, S. 34 [↩]
3 Kommentare to Manifest für Schule 2.0
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Was gefällt Dir denn an dem Hentig-Satz? Das gelungene Bonmot? Oder der Inhalt? – Mir “gefällt” der Inhalt eher nicht. D.h. dem zweiten Teil kann ich absolut nicht zustimmen. Denn wenn die Schule sich nicht mit dem neuen Leitmedium befasst, wird sie sich nicht nur nicht “ändern”, sondern wird verschwinden – jedenfalls als Träger der gesellschaftlichen Funktion, für einen möglichst großen Teil der Bevölkerung (seien wir mal nicht vermessen und fordern für Alle) sicherzustellen, dass diejenigen Kompetenzen entwickelt werden können, die für ein sinnerfülltes Leben in dieser Gesellschaft nötig sind.
HvH sieht den Computer als ein weiteres Werkzeug neben Buch, u.a. (Das wird nicht in diesem Zitat deutlich, erhellt aber aus anderen.) HvH hat ein nur technizistisches Verständnis vom Computer, kein Medienverständnis. Warum nur wird er dafür so gelobt?
Liebe Lisa,
vermutlich kennst Du H. v. Hentig insgesamt besser als ich. Der Hinweis der Computer würde die Schule und Ihren Auftrag verändern scheint mir aber mehr als angebracht und geht m.E. in die richtige Richtung. Ein Verschwinden der Schule wäre womöglich die stärkste Veränderung und gut fände ich das natürlich auch nicht, aber auch hier wieder der Hinweis: Ohne Veränderung geht es nicht lasst Euch auf dieses Werkzeug/Medium ein.
Ich versteh ich so, dass man die Veränderung geschehen lassen kann (passives zuschauen) oder aktiv gestalten kann. Um nicht zu sagen Love it or change it!
PS: Sorry, dass Du so lange auf die Antwort warten musstest.
Was mit an dem Manifest gut gefällt, ist der Hinweis auf die soziale Komponente: Gemeinschaft. Schule war für mich nie nur ein Ort der Wissensvermittlung, sondern vor allem auch ein Ort der Begegnung: Mit Freunden, der ersten Liebe, Idioten *g* usw. Da lief viel neben dem Unterricht. Diese Komponente sollte nie verloren gehen – eher noch bessern und sinnvoller integriert.