Digitales Allerlei für angehende Lehrer
Ich knüpfe zu Beginn dieses sechsstündigen Workshops immer ganz gerne an den Vorkenntnissen der Teilnehmer an.
Web 2.0 würde keiner wirklich nutzen hieß es zunächst. Dieses Ergebnis ist einem fast sicher, denn der Begriff Web 2.0 ist einfach so schwammig das sich da zunächst keiner der Teilnehmer etwas drunter vorstellen kann/will, bzw. die eigenen Aktivitäten nicht also Web 2.0 Aktivitäten identifiziert.
Social Networks (besonders Facebook)
Wir kamen so recht schnell zu den social Networks. Studi VZ und Facebook schien allen ein Begriff zu sein. Die meisten hatten wenigstens bei einer der Plattformen einen Account. So waren wir schon in der Diskussion über Privatsphäre, Datenschutz und digitale Identität ohne vorab geklärt zu haben was denn Web 2.0 eigentlich ist. Erfreulicher war schon die kritische Haltung gegenüber Facebook zu spüren. Andreas Kalt hat die einige Gründe den eigenen Facebook Account zu löschen bereits schön zusammengefasst. (Eine gute Linksammlung zu “Facebook und die Privatsphäre” hat Johannes Kleske erstellt. Eine Anleitung wie man seinen Facebook Account löschen kann gibt es natürlich auch. Ein nützliches Tool welches aktuelle Informationen zur Privatsphäre bei Facebook ausgiebt ist http://www.reclaimprivacy.org/
Spannend ist für mich weiterhin die Anmerkung einer Teilnehmerin gewesen die sagte sie wolle ihre Schul- und Privataktivität hier getrennt halten und Schüler sollten nicht das private Facebookprofil sehen. Im Nachgang frage ich mich ob es nicht auch ganz schön sein könnte für die Schüler in einem social Network erreichbar zu sein in dem sich Schüler und Lehrer ohnehin befinden (welches sich dafür eignet müsste man ggf. im nächsten Schritt betrachten).
Rechtliche Aspekte (besonders Bildrecht)
1 Ohne mein zu tun kamen wir zum nächsten Thema: Bildrechte und Urheberrechte. Welche Bilder kann ich verwenden und welche Rechte haben die abgebildeten Personen. Hierzu verweise ich gerne auf die Kategorie Fotorecht im Law-Blog. Dort werden viele Aspete zur Erstellung und Verwendung von Photos genannt. Um Bilder zu finden die einer CC-Lizenz unterliegen empfehle ich die Bildersuche bei Flickr mit CC-Lizenz. Insgesamt halte ich es für eine gute Idee die selbst erstellten Arbeitsblätter und Unterrichtsmaterialien zum Austausch zur Verfügung zu stellen und mit einer CC-Lizenz zu versehen. Ein eher digitales Beispiel ist die Sammlung von Tafelbildern bei Flickr.
In meiner Linksammlung Recht zu den LI-Workshops sind auch noch weitere Hinweise zum Thema zu finden.
Web 2.0
Um den Begriff Web 2.0 bzw. social Media verständlich zu vermitteln finde ich nach wie vor das Video von Michael Wesch sehr brauchbar. Nachdem die nebulöse Bedeutung des Begriffs entmystifiziert ist gibt es dann eigentlich doch in jedem Seminar Leute die schon mehr gemacht haben als nur Webinhalte zu rezipieren.
Blogs im Bildungsbereich
Als erstes haben wir uns dann Blogs angesehen. Ich habe ein paar Blogs von Lehrern, Schulen & Co gezeigt (Daniel Röhe, Lisa Rosa, Frau Freitag, Jessica Peters, Leonardo Quintero, Christoph Herburg, Alexandra Schwekendiek, Herr Rau …)
Anschauen gut und schön. Es wurde Zeit ein paar Dinge auszuprobieren. Bei wordpress.com haben die Teilnehmer sich ein eigenes Blog eingerichtet.
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Es folgten kleine Aufgaben wie Artikel schreiben, Kommentar schreiben, Designanpassung und weitere Individualisierung. Wie gewohnt klappte der Einstieg in die Software recht gut und viele Teilnehmer bekamen schnell Freude am Ausprobieren weiterer Funktionen.
Es stellte sich aber nun erneut die Frage wie man so ein Blog als Lehrer nutzen kann.
Blogs im Unterricht
Mittlerweile haben René Scheppler und Andreas Kalt zwei schöne Beiträge dazu geschrieben wie sie Blogs in ihrem Unterricht eingesetzt haben. (Blogs im Unterricht – ein Zwischenbericht von René Scheppler und Erfahrungen aus einem Schüler-Blog-Projekt von Andreas Kalt.
Mehr digitales Allerlei für angehende Lehrer
Thorsten Schönbohm, Referendar an einer Beruflichen Schule in Cloppenburg, hat ein ähnliches Seminar wie unseres am pädagogischen Seminar in Oldenburg durchgeführt und einen Blogbeitrag hierzu geschrieben. Sein FoKus lag auf Wikis und RSS-Feeds.
Ich möchte noch auf den etwas älteren Beitrag zum letzten Workshop für Referendare am LI-Hamburg hinweisen. Er trägt den Titel Digitale Tools für Lehrer und die digitale Identität und hält auch noch brauchbare Informationen bereit.
- Just Full Of Ideas von Cayusa [↩]
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Alex & Ralf
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Sehr schöner Übersichtsartikel… den werde ich gleich mal ins delicious schmeißen und bei nächster Gelegenheit wieder rauskramen. Gerade in den letzten drei Tagen wär‘ der auch ganz nützlich gewesen. Da haben wir im ABC eine nette Gruppe Sozialpädagog_innen zu Gast gehabt, die bei uns auch sehr erfolgreich erste Blog-, Film und Geocaching Erfahrungen gesammelt haben. Und das sieht dann so aus: http://abcmedien.wordpress.com/
Aha! Weil Du so gut vorgearbeitet hast, habe ich jetzt 18 TeilnehmerInnen (aber nur 15 PCs) in meinem Referendarsmodul zum individualisierten Unterrichten mit Weblogs. Wunderbare Zusammenarbeit! Danke!
Prima, dann mach doch auch mal so eine Tabelle mit den Vorkenntnissen.
Das mit den 15 Rechnern im IT Raum ist echt blöd. Ich bin mittlerweile Fan von W-Lan mit den Notebooks der Referendare. Ist aber institutionell noch nicht optimiert…
Tja, das mit den Rechnern kenne ich auch. 20 Referendare + 2 Fachleiter aber nur 10 Rechner. Wenn es einen Anschluss geben wird werde ich auch die Laptops mit einbeziehen.
Die Vorkenntnisse per Pünkchen abzufragen ist eine nette Idee.
Vielleicht noch ein kleiner Tipp. Es wäre ganz nett, wenn die Links auf einem extra Tab geöffnet werden. Es ist dann einfacher auf den Ursprungsartikel zurückzuspringen.
Ja Ralf, Dein Abfragesystem ist prima! Im Modul-Datenbanksystem, wo sich die Refis bei mir anmelden gibt es aber auch ein prima Vorabfragesystem, da schreiben die Refis gleich hinein, was sie im Modul wünschen und erwarten! Da kann ich mich noch besser drauf einstellen. (Ich habe diesmal wieder eine dabei, die schon mit ihren SuS bloggt. Das ist klasse. Klar ist dann aber auch, dass das Modul ganz heterogene Interessen bedienen muss – und troztdem kollaborativ. I love it!)